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WAS MACHEN WIR HIER EIGENTLICH? (TEIL 3)

„Wir haben schon eine Werbeagentur.“ – Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob ich laut geseufzt habe oder nur innerlich. Jedenfalls habe ich erklärt, dass wir keine Werbeagentur sind. Aber was machen wir dann?

Kommunikationsmanagement. Ja, soweit waren wir in Teil 1 und Teil 2 dieser Artikelreihe schon. Kurz gesagt: Wir unterstützen Menschen, Unternehmen und Vereine bei der Planung und der Umsetzung ihrer Kommunikation. „Also Werbung?“ Äh … Jein.

Nicht alles, was ein Unternehmen von sich gibt, ist Werbung

Werbung hat ein klares Ziel: den Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Wo genau aber Werbung aufhört und andere Disziplinen wie PR beginnen (und andersherum), was man heutzutage Journalismus oder „redaktionell“ nennen darf und ob Influencer nicht eigentlich doch von Influenza kommt – all das ist erstens Definitions- und zweitens Ansichtssache. Und sowohl Definitionen als auch Ansichten gibt es wie Kreative in Berlin („Sand am Meer“ könnte bald knapp werden), weshalb man darüber so herrlich diskutieren kann – was wir uns hier aber sparen wollen. Jedenfalls in diesem Post.

Trotzdem müssen wir zumindest einer Pauschalaussage an dieser Stelle deutlich widersprechen (denn Pauschalaussagen sind ja eh alle falsch): Nicht alles, was ein Unternehmen von sich gibt, ist Werbung. Allerdings oft noch wesentlich mehr, als die meisten zu erkennen imstande (oder gewillt) sind.

Werbung allein reicht (meistens) nicht

Natürlich arbeiten auch wir letztlich auf die wirtschaftlichen Ziele eines Unternehmens hin, aber nicht ausschließlich und auch nicht nur in Form von Marktkommunikation. Denn es gibt noch mehr Ziele, noch mehr Möglichkeiten und Kanäle, noch mehr Inhalte, Kommunikationsformen und -anlässe, als Werbung allein abdecken kann – egal, wie man sie letztlich definiert.

Hieraus ergibt sich auch der – zumindest aus unserer Sicht – wichtigste Unterschied zwischen Werbeagenturen und uns: die Spezialisierung. Werbeagenturen sind – wie der Name unschwer erahnen lässt – auf Werbung spezialisiert. Das sind wir nicht.
Unser Fokus liegt darauf, alle Ziele einer Organisation im Blick zu behalten, ebenso wie ihre Kommunikationskanäle und -inhalte. Dafür müssen wir nicht nur wissen, was ein Unternehmen an wen verkaufen will, sondern wir müssen möglichst die gesamte Organisation und ihr Umfeld mit all ihren Themen kennen und verstehen.

Spezialisiert sind wir auf die Planung und Erstellung von Inhalten (a.k.a. Content) sowie deren Verbreitung auf verschiedensten Wegen – immer unter Berücksichtigung der oben genannten Organisationsziele. Werbung gehört demnach zu unserer Arbeit, ist für uns aber nur ein Teil des Ganzen. Deswegen lässt sich die Frage, was wir hier eigentlich machen, auch nicht mal eben konkret beantworten. Es kommt darauf an: auf die Menschen, die Organisation und ihre Ziele, auf die Themen und Inhalte und vor allem natürlich auf die Menschen, die erreicht werden sollen.

Es ist mir wichtig, klar zu stellen, dass ich hier weder Werbung noch Werbeagenturen schlechtreden will; zumindest nicht pauschal. Wie in wahrscheinlich jeder Branche gibt es aber auch bei uns schwarze Schafe – oder um es beim Namen zu nennen: Aufschneider, Betrüger und Stümper. Aber das ist ein anderes Thema.

Das richtige Werkzeug für den richtigen Zweck

Werbung ist dafür geschaffen, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Gute Werbung kann auch gewisse Sympathien erzeugen. Aber um unser Vertrauen zu gewinnen, ist sie nur sehr bedingt geeignet und sie leistet auch keine gute Überzeugungsarbeit. Das ist auch gut so, denn Werbung ist in der Organisationskommunikation ein Werkzeug von vielen und als Werkzeug hat sie einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Mit einem Schraubenzieher bekommt man zwar auch mal einen Nagel in die Wand, aber es gibt bessere Werkzeuge für diese Aufgabe.

Wir helfen Menschen und Organisationen dabei, die besten Werkzeuge für ihre Projekte auszuwählen und sie richtig einzusetzen – oder wir übernehmen auf Wunsch das Handwerkliche gleich mit.

Und da wir schon bei den Werkzeugmetaphern sind: Man braucht nicht nur das richtige Werkzeug für den jeweiligen Zweck, sondern auch die richtige Ausführung. Eine Kettensäge ist vielleicht besonders leistungsstark, aber nur bedingt präzise. Oder etwas deutlicher: Für ein 8er-Loch braucht man einen 8er-Bohrer. Keinen 5er und einen 3er und auch keine zwei 4er.