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WAS MACHEN WIR HIER EIGENTLICH? (TEIL 1)

Moin again. Nachdem wir in unserem ersten Post kurz festgehalten haben, wie wir zu unserem Traumjob gekommen sind, möchten wir jetzt noch gerne klären, was genau wir eigentlich machen. Aber keine Sorge, das wird keine wissenschaftliche Abhandlung und auch kein Ich-muss-meine-Leser-mit-Fremdwörtern-beeindrucken-Post.

Also: bosskopp ist eine Agentur für Kommunikationsmanagement und -beratung. Alles klar? Schön, dann wären wir an dieser Stelle schon fertig. Da wir einen Post von nicht mal 80 Wörtern aber vor uns und unseren Chefs nicht rechtfertigen können, machen wir noch ein bisschen weiter und veranschaulichen das Ganze. Der erste Teil dieses Beitrags beschäftigt sich dabei relativ locker mit der Theorie hinter dem Thema, der zweite Teil ist praxisbezogener.

Was bedeutet Kommunikationsmanagement?

Die wahrscheinlich einfachste oder zumindest kürzeste Definition1 lautet: Kommunikationsmanagement ist erstens: Management von Kommunikation und zweitens: Management durch Kommunikation. Toll, oder? Klingt ein bisschen so, als würde man Wörter mit sich selbst erklären (Ja, dieser Satz ist eine Anspielung auf ein Filmzitat). Wir wollen hier nicht mit wissenschaftlichen Definitionen langweilen, aber zumindest die beiden Begriffe Kommunikation und Management sollten wir doch noch etwas detaillierter zerlegen.

Warum Kommunikation nicht immer einfach ist

Zunächst mal: Kommunikation ist ein Prozess, bei dem Informationen übertragen werden. Das klingt weder spektakulär, noch besonders aufschlussreich, ist aber für den Anfang eine vernünftige Alltagsdefinition. Ein bisschen genauer müssen wir trotzdem noch werden:

Informationen können alles Mögliche sein, von Wissen und Erfahrungen über Meinungen und Ansichten hin zu Emotionen. Übertragen werden sie in eine oder gleich mehrere Richtungen – und zwar auf verschiedensten Wegen: direkt und indirekt, verbal und nonverbal, mit Worten, Bildern, Symbolen und so weiter. Das lässt sich noch ziemlich gut nachvollziehen.

Die Übertragung findet aber nicht nur bewusst statt, sondern 1.) ebenso unbewusst und unterbewusst und 2.) praktisch permanent. „Man kann nicht nicht kommunizieren“, lautet eine der wohl berühmtesten kommunikationstheoretischen Grundannahmen (vgl. Die Axiome von Paul Watzlawick). Auch wer nichts sagt, sagt damit etwas aus – ob gewollt oder nicht.

Hinzu kommt noch – und hier wird’s spannend –, dass es allein die Entscheidung des Empfängers ist, was er oder sie mit einer Information anstellt, wie sie bewertet und interpretiert wird. Diese Entscheidung läuft aber keineswegs vollkommen bewusst ab, sondern wird meistens in Sekundenbruchteilen gefällt und dabei noch von zahllosen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel der Glaubwürdigkeit der Quelle, dem Image des Mediums, dem persönlichen Vorwissen und der Einstellung zu einem Thema oder einfach nur davon, ob uns die Nase des Gegenübers gefällt oder nicht. Die Details überlassen wir an dieser Stelle der Wissenschaft und fassen zusammen: Was wir kommunizieren und welchen Effekt das hat, sind zwei verschiedene Dinge. Wir können niemanden zwingen, uns richtig zu verstehen.

Management von und durch Kommunikation

Richtig verstanden zu werden, ist aber von entscheidender Bedeutung, wenn unsere Kommunikation einen bestimmten Zweck verfolgt – also eigentlich immer, wenn wir bewusst kommunizieren. Der Zweck ist meistens die Veränderung von Wissen, Einstellung oder Verhalten bei einer bestimmten Person oder Personengruppe. Aber egal, wer wie wann wo weshalb womit und mit wem kommuniziert: Es gibt niemals eine Garantie dafür, dass Kommunikation ihren Zweck so erfüllt, wie man es erwartet.

Man kann allerdings die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zum Beispiel durch gutes Kommunikationsmanagement. Mit Management sind hier übrigens zwei unterschiedliche Dinge gemeint.

Management von Kommunikation soll heißen: Kommunikation, also den Prozess der Informationsübertragung, kann man „managen“, also planen, steuern und überprüfen. Management ist in diesem Sinne eine Tätigkeit, die mehrere Tätigkeiten zusammenfasst.

Bei Management durch Kommunikation bezeichnet Management die Leitung einer Organisation, eines Unternehmens oder eines Projektes. Hier ist Management also eine Aufgabe und die Erfüllung dieser Aufgabe kann durch Kommunikation erreicht oder zumindest unterstützt werden.

Was wir Kommunikationsmanager machen

Unser Job als Kommunikationsmanager ist es also, dafür zu sorgen, dass die Kommunikation möglichst glatt läuft und gleichzeitig dazu beiträgt, bestimmte Ziele zu erreichen. Dazu untersuchen und analysieren wir Kommunikationsprozesse, planen sie, entwickeln Konzepte und übernehmen die Umsetzung oder unterstützen dabei. Außerdem stehen wir unseren Kunden beratend zur Seite, denn manche Dinge kann man auch ganz gut selbst erledigen, wenn man sich ein bisschen auskennt und hin und wieder Tipps und Unterstützung von einem externen Profi bekommt. Wie genau all das dann in der Praxis aussieht, erklären wir im zweiten Teil dieses Beitrags – auch anhand einiger Beispiele.

 

Verweise

1) Mast, Claudia (2013): Unternehmenskommunikation, 5. Auflage, Konstanz und München: UVK Verlagsgesellschaft mbH. S. 13.