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VON PLANLOSIGKEIT UND INSPIRATION

[Vorwort: Wir haben vorübergehend Verstärkung in unserer Agentur: Lisa Borgerding ist in diesem Sommer mit der Schule fertig geworden und darf sich nun mit der Millionen-Frage herumschlagen: Und jetzt? Ein Teil ihres Praktikums bei uns ist dieser Blogbeitrag, dessen Thema Lisa sich selbst aussuchen durfte. Nach mehreren Anläufen fiel die Wahl auf „Von Planlosigkeit und Inspiration“ – oder wie wir es nennen: „Selbstfindung und -verwirklichung zwischen Authentizität, fliegenden Autos und Lebensentwürfen aus dem Spar-Abo“.]

So, jetzt sitze ich hier also. Völlig genervt und fast schon überzeugt davon, dass ich alle meine Fähigkeiten und Talente verloren habe und sie nie wieder zurückerlangen werde. Unschöne Situation. Seit Tagen schreibe ich jetzt an diesem Blogbeitrag und es will einfach nicht. Ich bekomme keine Struktur hinein. Eigentlich habe ich ja nicht mal eine Ahnung, was ich überhaupt sagen will. Aber trotzdem texte ich so vor mich hin. Ich versuche alles und schaffe doch gar nichts. So ist das momentan allgemein bei mir. Ich habe gerade Abitur gemacht und jetzt weiß ich nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass es vielen Menschen, die sich in einer Situation des Umbruchs befinden, so geht. An einem solchen Punkt möchte man sich eben oft komplett neu erfinden. Aber ohne eine Ahnung davon, was man denn eigentlich will, ist das gar nicht so einfach. Und deswegen sitze ich jetzt hier in meinem eigenen kleinen Büro bei bosskopp und schreibe einen Blogbeitrag.

„Nichts zu tun? Dann mach halt mal ein Praktikum.“ Gut, ganz so simpel war mein Gedankengang nicht, allerdings auch nicht viel komplexer. Auf die Idee gekommen war ich tatsächlich durch einen Typen, den ich vor ein paar Wochen auf einer Party kennengelernt hatte. Der erzählte mir von seinem Plan, später mal eine eigene Firma zu gründen, und dass er deshalb auch gerade so ca. fünf verschiedene Jobs gleichzeitig habe – Erfahrungen sammeln und so. Außerdem wolle er auch zum Bund, so wie ich zu der  Zeit auch noch. Das war dann allerdings auch schon unsere einzige wirkliche Gemeinsamkeit, weshalb wir mittlerweile auch keinen Kontakt mehr haben. Aber an seinem Plan, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln, war schon etwas Sinnvolles dran …

Da ich zu dem Zeitpunkt ja eigentlich in keiner Weise einen Plan für mein Leben hatte – und auch irgendwie immer noch nicht habe – dachte ich einfach mal kurz an alle Berufsrichtungen, die mir in den letzten Jahren so als mögliche Zukunftswahl in den Sinn gekommen waren, und überlegte, wie und wo ich denn mal eben schnell, ganz einfach irgendwas Produktives machen könnte. Da kam ich dann auf bosskopp. Christine kenne ich ja nun schon seit immer und da ich ihre Antwort auf die Frage, was sie denn eigentlich macht, schon interessant fand, bevor es bosskopp überhaupt gab, habe ich einfach mal nachgefragt. Und schwupps, schon saß ich an meinem eigenen Schreibtisch.

Ich hatte mich also von einem fremden Menschen inspirieren lassen und habe dann ganz einfach gemacht. So funktioniert das doch im Leben. Irgendwoher bekommt man eine Idee und entweder setzt man sie um oder eben nicht. Das ist auch eine Sache, bei der wir unseren Kunden hier bei bosskopp helfen: Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten vermitteln, am besten gleich beides in einem. Denn nichts anderes wollen unsere Kunden doch mit etlichen Artikeln, Blogs oder einfacher Werbung erreichen. Die Leute sollen ihren Artikel lesen oder ihre Werbeanzeige sehen und den beworbenen Gegenstand bzw. die beworbene Dienstleistung beanspruchen wollen. Sei es für die Umsetzung einer schon länger vorhandenen Idee, zur Lösung eines Problems oder als Teil der Idee, zu der genau dieser Artikel bzw. diese Werbeanzeige sie inspiriert hat. Werbung ist aber auch zu einem Großteil mitverantwortlich für das Image eines Unternehmens. Wenn man sich, sein Unternehmen und sein Produkt verkaufen will, sollte man nicht aufdringlich und nervig sein. Man sollte inspirieren, Denkanstöße geben, die Leute aus ihrem Trott herausholen und sie zum Nachdenken bringen.

Wir werden quasi rund um die Uhr mit Werbung überhäuft und haben so gelernt, einfach alles zu ignorieren. Will man also auf sich aufmerksam machen, muss man irgendwie herausstechen. Allerdings funktioniert das nicht immer mit größer, bunter oder lauter, sondern oft viel besser mit echt und unaufdringlich. Minimale, aber gezielt gesetzte Denkanstöße, die uns für einen kurzen – oder langen – Augenblick aus dem Alltagstrott holen und uns zum Nachdenken verleiten, das Vermitteln von Ideen, das Aufzeigen von Möglichkeiten und nicht das Vorgeben von Richtungen bieten viel mehr als das einfache Einreihen in die ewige Informationsflut, in der die Gesellschaft Tag für Tag zu ertrinken droht. Wer überzeugen will, braucht mehr als große Worte, Hochglanzbilder und hübsche Geschichten. So steht es auch auf der Website von bosskopp (http://www.bosskopp.biz/). Es geht darum, die Leute auf ehrliche, authentische Weise zu erreichen und nicht darum, um jeden Preis auf sich aufmerksam zu machen. „Kein Schnickschnack. Kein Blendwerk.“ Unter diesem Motto wird hier bei uns gearbeitet und so funktioniert es doch auch am besten. Am Ende zählt nämlich nur, was hinter der Fassade ist, und da ist es wie so oft im Leben: Nicht alles, was glänzt, ist Gold. „Tolle“ Werbung garantiert eben kein tolles Produkt. Großkotzigkeit und protzige Versprechen, die nicht gehalten werden können, holen einen immer wieder ein und dann erreicht man entweder gar nichts oder eben nur den Erfolg der anderen.

Deswegen ist ein souveräner, aber authentischer Auftritt so wichtig. Wer nicht zu seinen Kunden durchdringt und es nicht schafft, seine Ideen und Grundsätze in den Köpfen der eigenen Mitarbeiter zu verankern und ihnen dabei trotzdem noch Raum für eigene Ideen zu lassen, hat es schwer. Kommunikation ist ein unentbehrliches Zahnrad im Getriebe eines Unternehmens. Ohne sie läuft gar nichts – und mit schlechter Kommunikation eigentlich auch nicht. Deswegen gibt es ja die bossköppe, die eben nicht bloß eine Werbeagentur und nicht so wie alle anderen sind – und zwar bewusst. Wenn jeder das macht, was alle machen, ist der Erfolg ziemliche Glückssache. Denn dann scheinen alle gleich gut und dem Kunden erscheint es einerlei, für wen er sich nun entscheidet.

Im Leben ist das nicht anders. Macht man immer das, was jeder macht, wird das Ganze halt auch nur so interessant wie bei jedem anderen. Außerdem würde sich auch nie etwas ändern, wenn immer alle das Gleiche machen – es gäbe keinen Fortschritt und wir würden immer noch in Höhlen leben. Es sind die Querdenker und Spinner, die diese Welt verändern. Die Freigeister, die sich nicht in Schubladen stecken lassen und in deren Köpfen das Wort „unmöglich“ nicht existiert. Es gibt keinen Plan für das Leben und es gibt auch keine festen Regeln. Jeder kann und sollte das machen, was er für richtig hält – so lange er damit niemandem schadet.  Und wenn das heißt, dass man nicht unbedingt neue Wege geht und fliegende Autos erfindet, ist das völlig in Ordnung. Man muss ja auch nicht gleich übertreiben.

Ich denke auch nicht, dass ich fliegende Autos erfinden werde, aber wer weiß das schon. Ich für meinen Teil weiß nicht, was das Leben für mich bereithält. Ich wusste ja nicht mal, worum es in diesem Text gehen sollte, bis ich ihn dann geschrieben hatte. Trotzdem mache ich mir keine Sorgen. Ich werde meinen Weg schon finden, auch wenn ich immer nur ein paar Schritte weit gucken kann. Ich verlasse mich schlichtweg auf mich selbst und die Kontinuität des Lebens, lehne mich zurück und warte auf die nächste abenteuerliche Idee, die wahrscheinlich schon in irgendeiner Ecke meines Verstands hockt und darauf lauert, mich im richtigen Moment zu überraschen. Denn so ist das mit der Inspiration, sie trifft uns ganz plötzlich und unerwartet – und manchmal gibt sie uns tatsächlich den Mut und das Wissen, die Welt zu verändern.